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Geldanlage Gold

Ist eine Geldanlage Gold sinnvoll? Nicht zuletzt dank des anhaltend niedrigen Zinsniveaus erfreuen sich Investments in Immobilien, Aktien und andere Sachwerte derzeit steigender Beliebtheit. Im Fokus steht dabei das älteste Investment der Menschheitsgeschichte, das Gold. Die Geldanlage in Gold sollte jedoch nicht überstürzt werden, denn in dieser Hinsicht gilt es einiges zu beachten, um die Vorteile optimal auszunutzen und die Risiken bestmöglich zu minimieren.

Warum ist die Geldanlage in Gold sinnvoll?

Die Frage danach, warum die Geldanlage in Gold sinnvoll ist, lässt sich leicht beantworten, denn das Edelmetall, das beinahe allen äußeren Einflüssen unbeschadet widersteht, ist das älteste Investment der Menschheitsgeschichte. Seit der Antike schätzen Menschen den geheimnisvollen Glanz des Goldes und nutzen es als Zahlungs- und Wertaufbewahrungsmittel. Was zudem für die Geldanlage in Gold spricht, ist die Tatsache, dass es sich um einen begrenzten Rohstoff handelt, dessen jemals gefördertes Volumen in Form eines Würfels von 24 mal 24 Metern bequem unter dem Eiffelturm Platz hätte. Da Gold also im Gegensatz zu Papiergeld nicht beliebig vermehrt werden kann, behält es immer einen inneren Wert. Papiergeld hingegen kehrt, wie schon Voltaire zu sagen pflegte, immer zu seinem inneren Wert zurück - null.

Geldanlage Gold
Thomas Söllner

Wie funktioniert die Geldanlage in Gold?

Wer in Gold investieren möchte, hat dazu einige Möglichkeiten. Die wohl verbreitetste Variante ist das Investment in Barren und Münzen, die in unterschiedlichen Größen und Ausprägungen zu bekommen sind. Insbesondere das Spektrum der Barren, die in physischer Form bei Edelmetallhändlern erworben werden können, reicht von 0,5 Gramm bis hin zu mehreren Kilogramm schweren Barren. Insbesondere größere Einheiten sollten aber nicht in den eigenen vier Wänden, sondern in einem Bankschließfach oder bei einem speziellen Verwahrungsdienst eingelagert werden. Gängige Goldmünzen wie der südafrikanische Krügerrand oder das Australian Nugget sind ebenfalls in unterschiedlichen Größen von 1/10-Unze bis hin zu einer Feinunze erhältlich. Einige besondere Prägungen wie die Serie Deutscher Wald entwickeln aufgrund ihrer beschränkten Auflage zudem über die Zeit einen Sammlerwert. Dieser bewirkt, dass eine solche Münze weit über dem Goldpreis gehandelt wird, womit sich im Idealfall auch Kursverluste ausgleichen lassen.

Was sollte bei der Geldanlage in Gold beachtet werden?

Bei einem so wertvollen Metall wie Gold ist verständlicherweise Vorsicht geboten, denn die Gewinnspanne lockt auch unseriöse Akteure auf den Plan, die Goldbarren oder Münzen verkaufen, die lediglich vergoldet sind oder über einen Kern aus Kupfer verfügen. Wer es mit der Geldanlage in Gold erst meint, sollte daher nur bei zertifizierten E delmetallhändlern oder Banken kaufen. Zudem bieten insbesondere Edelmetallhändler die Möglichkeit, Gold völlig anonym im Rahmen eines sogenannten Tafelgeschäfts zu erwerben. Diese Geschäfte sind pro Transaktion allerdings auf 15.000 Euro beschränkt. Vor allem im Internet lockt so mancher Anbieter mit Finanzprodukten, die sich mit dem gelben Edelmetall beschäftigen. Oftmals handelt es sich bei diesem sogenannten Papiergold aber lediglich um Anrechtsscheine auf den Erwerb von Gold, die jedoch nicht mit ausreichenden physischen Lagerbeständen gedeckt sind. Im Notfall besitzen Anleger damit gar kein physisches Gold oder erhalten nur einen Bruchteil.

Welche Rolle spielt das Gold in einem ausgewogenen Investmentkonzept?

Die Geldanlage in Gold kann in einem ganzheitlichen Investmentkonzept gleich mehrere Rollen bekleiden. Einerseits dient das Gold durch seinen inneren Wert sowie seine Eigenschaft als gefragter Rohstoff sowohl als Inflationsschutz als auch als Versicherung und Notgroschen im Fall einer tatsächlich eintretenden Krisensituation. Andererseits birgt das Gold vor allem in Form von Sammlermünzen das Potenzial für die Renditeoptimierung des eigenen Portfolios, da die Wertsteigerung vergleichsweise seltener Stücke nicht selten mehrere hundert Prozent beträgt. Unter dem Strich spricht also vieles zumindest für die partielle Geldanlage in Gold.