Investitionen in Schwellenländer

Wer heute als Anleger Finanzprodukten aus dem Euroraum oder den USA nicht mehr viel Vertrauen entgegen bringt, dem kann keiner böse sein. Die Lage in Europa spitzt sich angesichts der Schuldenkrise des Euros immer weiter zu und auch in den USA sieht die Konjunktur alles andere als gut aus. Viele Anleger stehen deshalb jetzt vor der schwierigen Frage, in was sie noch guten Gewissens investieren können, ohne ihr Geld zu verlieren. Amerikanische sowie europäische Aktien sind sicherlich ein Risiko, das ist nicht zu bestreiten. Selbst Währungen und Staatsanleihen gelten nicht mehr als sicher. Neben den sicheren Anlagen Gold, Silber oder Immobilien bleibt den verunsicherten Investoren jedoch noch eine weitere Lösung. Die Rede ist von Aktien und Anlagen aus Schwellenländern.
Auch Jürg Zeltner UBS Wealth Management CEO, sieht die schwierige Lage der Anleger ein und gibt zu bedenken: „Nie war die Komplexität der internationalen Finanzmärkte höher als heute, und sie nimmt ständig zu. Diese Entwicklung bietet Anlegern und Investoren zahlreiche Chancen. Andererseits braucht man Erfahrung, Wissen und die Ressourcen, um schnell und zielsicher die richtigen Entscheidungen treffen zu können, wenn man das Anlagerisiko minimieren will.“ Dennoch gibt es immer eine Lösung und vielleicht findet sich diese für viele in der Investition in die Länder, die ein weitaus höheres Wirtschaftswachstum haben als Länder in der westlichen Welt. Zu ihnen gehören an vorderster Stelle China, Indien, Russland und Brasilien, aber auch Nachzügler wie Thailand oder Indonesien werden immer interessanter.
Wer sich jetzt als Anleger begeistert auf die Finanzprodukte und Anlagemöglichkeiten der genannten Länder stürzen möchte, wird ebenso wieder einen Dämpfer erfahren. Wie sich schnell herausstellt, sind nämlich die Investitionen in Schwellenländer so unübersichtlich, dass man als privater Anleger kaum alleine zurechtkommen kann. Deshalb suchen viele von ihnen die Hilfe von Experten auf. Das heißt im Klartext, dass die Anleger Anteile von Investmentfonds oder Zertifikaten professioneller Investoren erwerben, für die diese in Schwellenländern Aktien kaufen. Was hier zum großen Nachteil wird, ist das Risiko. Immerhin gibt man so sein Geld aus der Hand und muss sich darauf verlassen, dass die Investoren damit das richtige tun. Wer jedoch genug Vertrauen aufbringen kann, sollte den Versuch einmal starten und kann möglicherweise vom Aufschwung der Schwellenländer mit profitieren.

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